Lebenslauf

Berufliche Daten

Besondere Ehrungen

DER STIFTER

 

 

Prof. Dr. Reinfried Pohl wurde am 26. April 1928 geboren und studierte von 1948 bis 1953 an der Philipps-Universität Marburg, wo er 1953 zum Dr. jur. promovierte. Er lebte seitdem in Marburg und war der Stadt und seiner Alma Mater eng verbunden: Seine Ehefrau Anneliese Pohl, geb. Klingelhöfer, stammte aus Marburg, die Stadt ist Heimat seiner Kinder und Enkelkinder. Dr. Reinfried Pohl verstarb am 12. Juni 2014 plötzlich und unerwartet an einem Herzversagen.

 

Der Stiftungszweck der Dr. Reinfried Pohl Stiftung wird daher insbesondere durch die Förderung der Philipps-Universität Marburg verwirklicht. Der Fokus liegt dort auf den Fachbereichen Medizin und Rechtswissenschaften.

 

„Ich fühle mich mit Marburg und insbesondere mit der Universität sehr verbunden. Es ist für mich Pflicht und Freude zugleich, jungen Menschen dabei zu helfen, dass sie eine fundierte Berufsausbildung erhalten. Schließlich habe ich von hier aus meinen beruflichen Lebensweg begonnen und möchte dies gerne ein Stück weit zurückgeben."

 

Prof. Dr. Reinfried Pohl

 

 

 

VITA

 

Lebenslauf Prof. Dr. jur. Reinfried Pohl

 

26. April 1928 geboren in Zwickau/Sudetenland (Nordböhmen)
Februar 1944 bis November 1944 Kriegsdienst als Luftwaffenhelfer
Dezember 1944 bis Kriegsende Wehrdienst als Panzergrenadier an der Ostfront
Juni 1945 Vertreibung aus dem Sudetenland/Tschechoslowakei nach Halle an der Saale
1946 Abitur in Halle an der Saale
1948 Erneute Flucht aus der damaligen SBZ aus politischen Gründen nach Marburg an der Lahn
1948 bis 1953 Studium als Werkstudent der Rechtswissenschaften an der Universität Marburg
März 1953 Erstes juristisches Staatsexamen
Dezember 1953 Promotion zum Dr. jur.
Seit 1958 verheiratet mit Anneliese Pohl, geb. Klingelhöfer (2008 verstorben), zwei Söhne, Reinfried und Andreas Pohl, geboren 1959 und 1964
12. Juni 2014 im Alter von 86 Jahren verstorben in Marburg

 

 

Berufliche Daten

 

1956 Aufnahme der Tätigkeit im Versicherungs-Außendienst beim Gerling-Konzern
1967 Erweiterung des beruflichen Schwerpunkts im Versicherungswesen durch Tätigkeit in nationalen und internationalen Investmentgesellschaften sowie Beginn einer engen Zusammenarbeit mit den Deutscher Herold Versicherungsgesellschaften in Bonn (heute der Deutschen Bank zugehörig).
1969 Entwicklung einer vollkommen neuen Konzeption des Angebotes von Finanzdienstleistungen in der Bundesrepublik Deutschland unter der Bezeichnung „Allfinanzangebot“ und damit erstmalige Prägung dieser heute weltweit zentralen und dominierenden Konzeption im Angebot von Dienstleistungen der Banken, Versicherungen, Bausparkassen und sonstigen Kapitalanlagegesellschaften.
1970 Einführung und erstmalige Prägung der Berufsbezeichnung „Vermögensberater“ in der Bundesrepublik Deutschland sowie Gründung der ersten Vermögensberatungsgesellschaft unter dem Namen Bonnfinanz AG in Bonn; zugleich Berufung zum Generalbevollmächtigten aller Deutscher Herold Versicherungsgesellschaften (heute der Deutschen Bank zugehörig).
1973 Gründung des Berufsverbandes „Bundesverband Deutscher Vermögensberater“, bis 2009 Präsident dieses Berufsverbandes mit Sitz in Frankfurt am Main, seitdem Ehrenvorsitzender
1975 Gründung der Allgemeine Vermögensberatung AG mit Sitz in Frankfurt am Main, die seit 1983 als Deutsche Vermögensberatung AG firmiert. Bis zu seinem Tode Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Vermögensberatung AG und zugleich Vorsitzender der Geschäftsleitung der Deutsche Vermögensberatung Holding.

 

 

Besondere Ehrungen (u. a.)

 

12.03.1997 Verleihung des Komturkreuzes des Burgenlandes Österreich (durch den Landeshauptmann des Burgenlandes)
16.10.1998 Verleihung Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (durch den damaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl)
23.10.1998 Ernennung zum Ehrensenator der Philipps-Universität Marburg durch den Senat und Präsidenten der Philipps-Universität
22.12.1998 Verleihung des Gra-Cruz da Ordem do Mérito Agricola e Industrial (Großkreuz des Verdienstordens der Republik Portugal für Leistungen in der Industriewirtschaft) durch den damaligen Präsidenten der Republik Portugal Dr. Jorge Sampaio am 29. Juni 1999
15.12.2006 Auszeichnung als Ehrenbürger der Stadt Marburg
19.12.2006 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (durch den damaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch)
08.05.2007 Ernennung zum Professor des Landes Hessen (durch den damaligen hessischen Wissenschaftsminister Udo Corts)

Würdigung als Ehrendoktor

 

  • der Philipps-Universität Marburg (Fachbereiche Rechtswissenschaft und Medizin)

  • der Lucian-Blaga-Universität Sibiu/Hermannstadt (Rumänien)

 

 

 

 

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